Freitag, 26. Februar 2016

Convergence - das epische Heldentreffen im DC-Universum (mit Leseproben!)



Im DC-Universum dreht sich zu Zeit alles um Convergence - ein episches Zusammentreffen der DC-Helden. Der außerirdische Weltensammler Brainiac hat Städte von zahllosen Parallel-Erden des Multiversums geraubt. Auf dem Planeten Telos müssen die Helden dieser Städte aus allen Epochen, Events, Storylines und Welten der gesamten DC-Historie gegeneinander antreten!

In der 5-teiligen Heftserie Convergence - Kampf der Helden, die alle 14 Tage erscheint, wird die Haupthandlung dieses bombastischen Comic-Ereignisses erzählt, während die Event-Ausgaben der regulären Heft-Serien jeweils einen abgeschlossenen Zweiteiler präsentieren.

Diese Storys schildern die eigentlich unglaublichen Zusammentreffen absolut klassischer oder völlig abgefahrener Inkarnationen von Batman, Harley Quinn, Superman, der Justice League, Green Lantern, Flash und anderen bekannten DC-Helden.

Dazu kommen zwei Sonderbände sowie ein Batman-, ein Superman und ein Flash-Sonderband und ein fetter Megaband mit weiteren packenden Fights und denkwürdigen Begegnungen großartiger Helden aus allen Epochen von DC Comics.



Bei myComics sind eine ganze Reihe von Convergence-Leseproben online:
Einen Überblick über alle Convergence-Titel gibt es hier: Convergence-Checkliste

Dienstag, 16. Februar 2016

Interview mit Armin Parr ("Graf Reißzacken aus dem Eis")



Passend zur Jahreszeit drehte sich der myComics-Wettbewerb im Winter um die dunkle Seite der Dinge. Mit seinem Comic "Graf Reißzacken aus dem Eis" landete Armin Parr auf dem dritten Platz im Wettbewerb.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Armin Parr zu seinem Comic, der eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

Woher kam die Idee zur "Graf Reißzacken aus dem Eis“?

Ich versuche bei 24-Stunden-Comics mit möglichst wenig Vorbereitung heranzugehen und erst direkt vor Ort zu entscheiden, welche Geschichte ich erzählen möchte. So bleibt das ganze Vorhaben eher sportlich und ich kann (oder muss) im Rahmen der 24 Stunden auch etwas rumprobieren: Welche Figuren, welcher Zeichenstil, welcher Storyaufbau. Manchmal geht das schief, und manchmal kommen ganz überraschend neue Sachen dabei heraus.

Die Figur des Vampirs hatte ich bereits – angelehnt an Joan Sfar´s Ferdinand – als Kakaokarten gezeichnet. Dass da noch zwei Bergsteiger dazu kamen, war ein Traum beim Aufwachen direkt vor dem 24-Stunden-Comic. Und die beiden Elemente habe ich dann direkt vor Ort ineinander vermanscht. Erst habe ich mir Stichpunkte aufgeschrieben, mit Strichliste durchgerechnet wie viele Panels das ungefähr wären und dann auf dieser Grundlage die Geschichte durchgezeichnet. Auf die Art kam auch der etwas abstrusse Titel zu Stande – vielen Dank auch an alle, die trotz des seltsamen Namens immer mal wieder eine Stimme abgegeben haben.

"Graf Reißzack"

Du hast ja schon eine ganze Reihe 24-Stunden-Comics gezeichnet, welcher davon ist dein persönlicher Favorit?

Mein Favorit ist immer noch "Deadline": Eine in sich abgeschlossene Geschichte, die trotz Zeitmangel sogar einen inhaltlichen Tiefgang hat. Ich bin da tatsächlich ohne jeden Plan dran gegangen. Und die Zeichnungen sind wunderbar kritzelig und schmierig – meistens sieht es einfach besser aus, wenn man auf Vorzeichnungen und Perfektionismus verzichtet und einfach loslegt. Ich glaube mittlerweile auch, dass man Vorzeichnungen oft nur aus der Angst heraus macht, Fehler zu machen. Die Illustrationen sind dann zwar später technisch perfekt, lassen dafür aber oft emotionalen Ausdruck und Expressivität vermissen. 24-Stunden-Comics habe dann aber auch eine soziale Komponente.

Im Fall von "Deadline" war die eher niederschmetternd: Ich saß alleine in meinem Zimmer und war mit meinen Mitzeichnern nur per Webcam verbunden. Bei "The Story of an old Man" waren dann um die zehn Leute in meiner Wohnküche. Es war ein Kommen und Gehen und die letzten sind dann erst nach 34 Stunden wieder nach Hause gegangen. Wenn ich im Friedrichshafener Comicladen "Seetroll" bin, ist das immer wieder ein Treffen mit langjährigen Freunden, was in dem eher intimen Rahmen immer wieder am schönsten ist.

"Graf Reißzacken" entstand in der Alten Kaserne Winterthur , die dort wirklich eine perfekte Organisation mit Essen, Getränken und späterer Ausstellung haben. Mit ca. 60 Zeichnern ist das etwas anonymer als im Seetroll, aber man hat die Möglichkeit viele verschiedene Zeichner kennen zu lernen. Während der Veranstaltung kommen immer wieder Familien in die Halle, um sich "echte Comiczeichner" anzuschauen – eine sehr schöne Idee, wie man für das Medium Comic Öffentlichkeitsarbeit betreiben kann.

Arbeitsplatz von Armin in der alten Kaserne in Winterthur

Fällt es dir leichter, unter Zeitdruck und mit Deadline zu zeichnen?

Ich habe lieber genug Zeit, um ohne Stress etwas entwickeln zu können. Gerade wenn es keinen drückenden Abgabetermin gibt, habe ich Zeit und Ruhe neues auszuprobieren. Das kann ein wirkliches Geschenk sein. Gegen Ende eines Projekts ist dann eine Deadline ganz gut, um mich selbst dann von einem Projekt lösen zu müssen. Sonst tüftle ich dann ewig herum, um es dann doch noch irgendwie zu verbessern und zeichne in manchen Fällen ganze Seiten neu – da hilft die Deadline, meine Unsicherheit und meinen Perfektionismus zu stoppen und Platz für die nächsten Projekte zu schaffen.

Arbeitsplatz von Armin

Woran arbeitest du gerade?

Beim neuen Comicaze-Album "Bier – Alles über den Durst" bin ich mit vier Seiten vertreten. Da muss ich noch meine Originale für die Vernissage am Freitag, 26. Februar im Bier- und Oktoberfestmuseum in München vorbereiten. Vor gut drei Jahren habe ich mit Freunden Krakelkomik gegründet, eine sich selbst verlegende Zeichnergruppe. Anfangs war das nur ein Comicstammtisch, wir haben uns dann über den Graphic-Novel-Werbeflyer lustig gemacht, bis wir schliesslich ernsthaft angefangen habe, Hefte zu veröffentlichen. Das nächste soll bis zum Comicsalon Erlangen fertig werden.

Mit Neffs arbeite ich momentan an einer düster-absurden Science Fiction Geschichte mit dem schönen Titel "Ein Raumschiff namens Hoffnung". Das ist nach langer Zeit mal wieder eine Kooperation mit einem Texter, so dass ich nur noch mit Zeichnen beschäftigt bin. Das ist sehr spannend, da ich auf die Vorstellung von jemand anderen reagieren muss – good bye comfort zone! Bisher sind nur ein paar Charaktere angelegt, da will ich aber möglichst bald die ersten Seiten zeichnen! Und dann rückt der Abgabetermin für das neue Jazam immer näher, immerhin habe ich endlich eine Idee. Und dann gibt's noch Ideen für vier längere Graphic Novels, für die mir aber schlichtweg die Zeit fehlt. Ich versuche dann zumindestens meinen Blog auf dem Laufenden zu halten.

Ausschnitt aus seinem neuen Comic "Ein Raumschiff namens Hoffnung"

Was sind deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Im letzten Wettbewerb hat mir "In Wahrheit ist alles ganz anders" von Dachma sehr gut gefallen. Ansonsten bewundere ich immer wieder Bob Hack´s Comics, die haben immer wieder so eine schöne Balance zwischen Düsternis und Leichtigkeit. Und die Soloarbeiten von Yinfinity vermitteln sehr schöne Atmosphären.


Vielen Dank für das Interview!

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Weitere Links + Interviews:

Armin bei myComics:
Freunde, Strip-Festival, Memento Mori, Deadline...

Armin im Web:
Website

Weitere Interviews mit myComics-Wettbewerb Gewinnern

Mittwoch, 10. Februar 2016

Newcomer-Wettbewerb online!



Neu und spannend - die myComics-Wettbewerbe starten 2016 mit einem Newcomer-Wettbewerb! 

Der Wettbewerb ist, wie myComics selbst, offen vom Thema, Länge und Stil. Insgesamt 8 Stories stehen zur Wahl. Der erste Platz ist mit 300 Euro in bar dotiert, Platz 2 und 3 mit Comic-Gutscheinen.

Der Wettbewerb läuft vom 10. Februar bis zum 3. März. In diesem Zeitraum kann jeder registrierte User alle 24 Stunden seine Stimmen abgeben und so seinen Favoriten zum Sieg verhelfen. Gewinner des Wettbewerbs wird der Teilnehmer, der am Ende die meisten Stimmen erhält.

Jetzt gleich reinlesen und voten:
Newcomer-Wettbewerb

Freitag, 5. Februar 2016

Link-Tipp: Illustration Age und Illustration Friday



ILLUSTRATION AGE ist eine englischsprachige Webseite speziell für Illustratoren. Auf der Seite werden regelmäßig Artikel und Tipps zum Thema veröffentlicht, zum Beispiel eine Serie mit Porträts von Comic Illustratoren, Podcasts, Online-Tools, und Artikel wie z.B.:

  • The Creative Pep Talk Podcast with Andy J. Miller
  • The Escape from Illustration Island Podcast – 80+ conversations with Illustrators, Art Directors, and Art Reps
  • 15 Steps to Freelance Illustration – Our critically-acclaimed guide to starting your illustration business 
  • The Marketplace – A curated collection of Illustrators and their personal online shops





ILLUSTRATION FRIDAY ist ein wöchentlicher, englischsprachiger Challenge. Jeden Freitag gibt es ein neues Thema - und alle, die teilnehmen möchten, können dazu eine Zeichnung in ihrem eigenen Blog posten, und diese dann über die Illustration Friday-Seite teilen (mehr zum Ablauf gibt es unter Start Here).

Montag, 1. Februar 2016

Neue Geschichten von Vater und Sohn: Ausstellung + Signierstunde




"Vater und Sohn" zählen zu den bekanntesten gezeichneten Figuren aus Deutschland - jetzt gibt es eine wundervolle Fortführung des deutschen Bildergeschichten-Klassikers

Erdacht wurden sie 1934 von dem Zeichner Erich Ohser alias e.o.plauen, der seine zeitlosen Bildergeschichten um den schnauzbärtigen Vater und seinen strubbelhaarigen Filius bis 1937 veröffentlichte. Fast 80 Jahre nach Erscheinen der letzten Episode kommen die beiden nun mit neuen Abenteuern zurück. Die Neuen Geschichten von Vater und Sohn werden von den Künstlern Marc Lizano (Das versteckte Kind) und Ulf K. (Max und Moritz-Preisträger 2004) zu Papier gebracht. Ihnen ist eine kongeniale Fortführung der beliebten Geschichten gelungen, die gleichzeitig eine Hommage an das Original ist.

Von 1934 bis 1937 erschienen 157 Vater und Sohn-Geschichten, bevor Erich Ohser seine Serie beendete, weil das zwischenzeitlich durch die Nazis über ihn verhängte Berufsverbot nur mit Zugeständnissen an die Machthaber hätte aufgehoben werden können. Seine Weigerung, sich für Propagandazwecke vereinnahmen zu lassen, führte 1944 zu einem Prozess vor dem Volksgerichtshof. Einer drohenden Verurteilung entzog sich Ohser, indem er einen Tag vor Prozessbeginn Suizid beging – doch sein gezeichnetes Vermächtnis überlebte das Regime.

Neue Geschichten von Vater und Sohn beginnt mit der letzten Vater und Sohn-Episode aus der Feder von Erich Ohser, mit der er sich im Jahr 1937 von seiner Leserschaft verabschiedete, indem er seine Figuren zu den Sternen schickte. Auf der nächsten Seite nehmen Marc Lizano und Ulf K. dieses Motiv wieder auf und lassen die Helden vom Mond zurück auf die Erde klettern. Sechs Panels mit einem stummen Hallo, das in Symbolik und Aussagekraft dem Adieu vor fast 80 Jahren in nichts nachsteht. Visuell wird der Neuanfang sofort durch einen Wechsel von Schwarz-Weiß zu einer dezenten aber durchgängigen Farbgebung deutlich.
 

Leseprobe + neue Geschichten

Eine Leseprobe der Graphic Novel ist bei myComics online: "Neue Geschichten von Vater und Sohn" 

Stilistisch orientiert sich das Künstlerduo am Strich und der Erzählweise Erich Ohsers, schaffen es aber der Neuinterpretation der Figuren und ihrer Abenteuer eine deutliche persönliche Note zu verleihen. Andreas Platthaus (FAZ) sagt dazu im Vorwort, das er zu dem Buch beisteuerte: „… auch wenn Ulf K. sich in der Figurendarstellung eng an Ohsers Vorbild hält, sind die Neuen Geschichten von Vater und Sohn in unserer Zeit angesiedelt. Die acht Jahrzehnte Abstand sind thematisch spürbar, müssen es auch sein, denn Erich Ohsers Comic entstand in einer historischen Konstellation, die so entfernt von der unseren ist, wie nur denkbar.“

Es sind neue Episoden für eine neue Lesergeneration, mit aktuellen Themen und einigen inhaltlichen Freiheiten, die sich die neuen Macher gönnten, wie zum Beispiel eine Erklärung, warum die Mutter in der Familienkonstellation fehlt, die Ohser seinen Lesern immer schuldig blieb.

"Neue Geschichten von Vater und Sohn" ist die moderne Version des Bildergeschichten-Klassikers: frech und verspielt, lustig und nachdenklich, menschlich und versöhnlich – und, ganz in der Tradition des früheren Werks, ohne Texte.

Ausstellung + Signierstunde

Unter dem Titel: „Erich Ohser alias e.o.plauen, Vater und Sohn und politische Zeichnungen“ läuft momentan in Neustadt an der Weinstraße eine Ausstellung in der Stiftskirche, die bis 8. Februar 2016 täglich von 11 bis 15 Uhr zugänglich ist.

In der Ausstellung werden Vater und Sohn-Originale aus dem Erich-Ohser-Museum in Plauen gezeigt, sowie Zeichnungen und Originalseiten aus "Neue Geschichten von Vater und Sohn", der Fortführung des Cartoon-Klassikers aus der Feder des Künstlers Ulf K..

Außerdem findet am Donnerstag, 4. Februar ab 19.30 Uhr im Casimirianum, Ludwigstraße 1 eine Buchpräsentation mit Signierstunde statt, bei der die neuen Geschichten von Vater und Sohn von Zeichner Ulf K. persönlich vorstellt werden. Das Gespräch moderiert Christian Schmidt-Neumann.

Ausstellung und Künstlergespräch sind eingebunden in die Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus der Stadt Neustadt, der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt, dem Protestantischen Dekanat Neustadt und der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Speyer.